Franz Heinzer machte aus der Not eine Tugend. Damit die überschüssige Milch nicht weggeben werden musste, kreierte er kurzerhand den Pilgerkäse. Zuerst brauchte es die richtige Kulturenmischung, damit auch geschmacklich das gewünschte Resultat erzielt werden konnte.

Der Name für die Neukreation wurde im Familienkreis bestimmt, in Anlehnung an den St. Jakobs Pilgerweg, der an der Käserei vorbei führt. Der Name „Pilgerkäse“ wurde sogleich beim Institut für geistiges Eigentum angemeldet und ist somit für zehn Jahre geschützt.

Der Pilgerkäse ist ein Halbhartkäse, hergestellt aus vollfetter, thermisierter Kuhmilch und erreicht 55% Fett in der Trockenmasse. Er hat einen nussigen, milden Geschmack und wird als 7 kg Laib und 400 g „Pilgerli“ hergestellt. Während vier bis sechs Wochen wird der Käse regelmässig mit Wasser und Salz geschmiert und bei 10-12° C und 85% relativer Luftfeuchtigkeit gelagert. Danach steht der Pilgerkäse zum Verkauf bereit.

Nach mehreren Probeläufen wurden am 21. Juli 2005 knapp eine Tonne Milch zu Pilgerkäse verarbeitet und im Herbst am Fischinger Waldfest der Öffentlichkeit vorgestellt. Versehen mit einem Deckblatt, gestaltet von Dieter Puchinger, erntete der neue Käse viel Beifall.

Franz und Vroni Heinzer arbeiten Hand in Hand bei der Käseherstellung.

Gästebuch
7.11.2007